Wander- und Klettertag in Schlüchttal öff. Bericht

Das Programm sah folgendes vor: 'Eine Wandergruppe macht sich Sonntag noch auf ins Schlüchttal, Claudias Anregung folgend und vielleicht treffen wir auch die Klettergruppe dort zum Picknick, wenn es sich gut ergibt....'.

Das Wetter war an diesem Sonntag klasse, ich beschloss mitzugehen und es echt toll.

Das Ganze sollte so 20 km nördlich von Waldshut, im Klettergebiet Falkenstein stattfinden. Matthias erzählte mir noch am Telefon, dass an diesem Tag allerdings Falkenstein irgendwie wegen Vogelschutz gesperrt sein sollte und die Sache halt im benachbarten Klettergebiet Tannholz stattfinden würde. Ich schaute noch im Internet nach Waldshut und Vögeln, kriegte auch haufenweise Informationen, aber keine die einen Kletterbezug hatten.

Um 10:20 ging es los, es trafen sich die Elke, Heidi, Lore, Marianne, sowie von der Männerseite Walter, natürlich Matthias und meine Wenigkeit. Marianne hatte sogar den Mut gefunden, hinten auf meinem Motorrad ins Schlüchttal zu fahren. Wenn ich einen Sozius habe, bin ich immer relativ aufgeregt und versuche meine Unsicherheit durch recht schnelles Fahren mit spontanen hektischen Fahrbewegungen zu kaschieren. Das klappte auch ganz gut und Marianne wollte sogar dann auch mit mir zurückfahren.

Zum Thema, Ihr wollt ja wissen was an diesem Tag gelaufen ist.

Wir trafen uns am von Claudia beschriebenen Parkplatz, hörten auch ihre Stimme aus dem Wald rufen und starteten dann einen ersten Versuch in das Klettergebiet vorzustoßen. Daraus wurde dann aber nichts, außer dass wir über einen Baumstumpf über die Schlücht balanciert sind, nicht weiterkamen und dann umdrehten.

 

Die Männer, so schien es mir, hatten davon schon ganz gute Kicks gekriegt und wollten weiterkrackseln. Die Damengruppe schien vom Gekracksel schon genug zu haben und entschied sich für die Wanderung. Diese soll ganz gut gewesen sein, mit viel Sonne und grünen Bäumen.

Die Männer versuchten einen zweiten Einstieg und trafen auch auf einen äußerst ortskundigen jungen Mann mit einem lauten Kläffer, der uns den Zugang zum Klettergebiet beschreiben konnte. Wie sich später herausstellte, der Autor des hiesigen Klettergebietes.

Nach einer ¾ h kamen wir 3 schweißnass oben an, zwischendurch habe ich versehentlich einen größeren Geröllbrocken losgetreten. Dieser Aufstieg war nur für den Vordersten ungefährlich.

Oben tolle Aussicht, es machte mich nur leicht unruhig, dass es überall so 12 m - ? m steil nach unten ging und man eigentlich nirgendwo so richtig entspannt stehen konnte. Ich gebe zu, ich habe auch etwas Höhenangst, wovon der Walter und der Matthias verschont wurden.

Um den Stimmen der Klettergruppe näher zu kommen, mussten wir eine kleine Strecke an einem Seil runterklettern. Matthias ging heldenhaft voraus und weil 10 Minuten nichts passierte, vermuteten wir, dass wir wohl nachkommen sollten.

Tatsächlich, von oben sah ich dann die Klettergruppe. Aus Mitsport waren es nur Claudia und Andrea, die wegen Termin bereits aufbrach.

Matthias stieg zügig in meinen mitgebrachten Klettergurt und stieg eindrucksvoll 2 recht anspruchsvolle Routen im Toprope nach. Ich machte auch 2 Touren.

Um ein bisschen rumspänen zu können, machten wir ziemlich viel Bilder von uns Beiden.

Auf diesem Bild zeigt uns bspw. Matthias, wie man es nicht machen soll; halt dass man sich nicht am Seil festhalten sollte. Auf den anderen Bilder sieht man eigentlich nur unsere Hintern und so interessant ist das ja auch nicht.

Die Kletterer werden immer von einem Partner über den Karabiner gesichert. Abstürzen kann man nicht. Allerdings kann man beim Klettern schon ungünstig abrutschen und sich einige Schürfwunden oder Prellungen zuziehen. Wer zu sehr von der Route weggeht, die durch die eingebohrten Karabiner definiert ist, kann ungünstig am Fels pendeln und sich unter Umständen auch noch drehen. Von daher sollte der Kletterer, wenn er sich nicht mehr halten kann, von der Wand wegspringen um Schürfungen oder einen Stoß am Kopf zu vermeiden.

Hier sehen wir Claudia beim Sichern. Dieses Bild nahm ich auf, kurz bevor ihrer Kletterpartnerin eben das oben Beschriebene passierte, dass sie nämlich über 5-6 m quer zum Fels pendelte. Zum Glück ist nichts passiert.

Nach ungefähr 1,5 h Stunden machten wir uns an den Abstieg. Der war nicht ohne, zu schmale Pfade, zu steil abfallender Fels im Einstieg und ich war froh, dass ich von einem aufmerksamen Kletterer ans Seil genommen wurde.

Unten angekommen gingen wir in umgekehrte Richtung unseren Wanderdamen entgegen. Nach 2 km trafen wir diese und beschlossen dann bei Ühlingen in einem guten und preiswerten Gasthaus einzukehren.

Zurück ging es dann nach Freiburg, zum Endspiel im Odwyres. Wir passierten den sonnenreflektierenden Schluchsee, in Freiburg schlug uns die Abendschwüle ins Gesicht.

Ralf